Kategorien
Gesicht

»Wir müssen mehr über das
Gesundbleiben sprechen.«

»Wir müssen mehr über das Gesundbleiben sprechen.«

 »Meine Tochter sitzt unten am Empfang«, berichtet Astrid Kipp als Allererstes. »Ich muss sie gleich schnell nach Hause fahren, sie hat sich beim Sport etwas überlastet, hat Schmerzen an der Hüfte.« Astrid Kipp ist Geschäftsführerin der Homöopathisches Laboratorium Alexander Pflüger GmbH & Co. KG  in Rheda Wiedenbrück und wirklich, sie liebt ihre Arbeit. 

 

»Wir haben uns gestern schon um die Schmerzen gekümmert«,  beteuert sie schmunzelnd, »es geht heute besser, morgen wird es wieder gut sein. Ich weiß das aus eigener Erfahrung.« Die zusätzliche Herausforderung, neben der Führungsposition bei Pflüger auch noch nach dem  Wohl ihrer Familie zu schauen, scheint Astrid Kipp nur noch mehr zu beflügeln. »Die Arbeit und meine Familie, das macht mir beides große Freude, die Aufgabe hier ist für mich ein wenig wie mein drittes Kind und wir haben eine sehr gute, ganzheitliche Kultur hier bei uns im Unternehmen, wir sind ein Familien-Unternehmen, im wahrsten Sinne des Wortes.«

»Ich behandele meine Kinder selbst. Mit unseren Produkten.«

Inhaltlich ist für Kipp auch beides sehr nah beieinander. Es geht ums Gemeinsame, um den Erhalt der Gesundheit, um Lebensfreude. Für andere Verantwortung zu tragen und diese Verantwortung auch für sich selbst anzunehmen, also eben eigenverantwortlich zu handeln, das sind die Themen, die Kipp interessieren, die sie begeistern: »Selbst Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen – mit Homöopathie und Naturheilkunde ist das gut möglich«, erklärt sie. »Man kann sich um seine Beschwerden kümmern, bevor man ernsthaft krank wird. Dafür muss ich oft gar nicht sofort zum Arzt gehen und brauche auch nicht immer gleich ein Antibiotikum. Meine Kinder bekommen fast nichts anderes als Homöopathie und Schüßler-Salze. Da weiß ich, das wirkt.« 

 »Homöopathie ist eine ganze Kultur, die über Generationen in der Familie weitergegeben wird.«

So eine Haltung, das weiß auch Kipp, »setzt voraus, dass ich mich beobachte, mich mit meinen Beschwerden auseinandersetze und nicht erst wach werde, wenn es schon zu spät ist. Das will gelernt sein, manchmal braucht man dabei Unterstützung, es ist oft leichter gesagt als getan.« Der Wunsch nach individueller Eigenverantwortung und auch Selbstbestimmung über die eigene Behandlung und den eigenen Körper sind aber ein wichtiger Teil unserer modernen Gesundheitskultur. »Das Bewusstsein dafür bei jungen Menschen wächst mehr und mehr, wir wissen das aus den Apotheken und auch aus den Behandlungspraxen. Das Natürliche wollen viele – und auch das Individuelle. Homöopathie ist da ein ganz wesentlicher Baustein in einem integrativen Therapiekonzept. Egal ob bei Ärzten oder Heilpraktikern.«

»Die Basis unserer Arbeit ist Erfahrung.«

 

Über ihr Schaffen bei Pflüger spricht Astrid Kipp mit ähnlichen, wenn nicht fast gleichen Worten wie über ihre eigene Familie: »Diese Arbeit gibt mir Inspiration und Erfüllung. Unsere Kunden sind sehr vielfältig. Meine Aufgaben entsprechend auch«, lacht sie und trinkt erst mal ein paar Schlucke Wasser. »Immer wieder neue Themen, neue Herausforderungen. Vertrauen ist hier die Grundlage unserer Kultur. Im Austausch Vertrauen geben und es ebenso wieder zurückbekommen. Ich denke, dass diese Werte von uns auch nach außen getragen werden, sie sind Teil der Ausstrahlung unserer Produkte. Es gibt uns seit 1949, wir haben 130 Mitarbeiter. Keine ausgelagerte Produktion, keine Umweltverschmutzung, auch das ist Mittelstand in Deutschland. Seit 2015 sind wir als Ökoprofit-Betrieb zertifiziert und haben das Ziel, mit unseren Kunden in einen intensiven Austausch zu gehen, zu erfahren, wie diese sich auf verschiedenen Ebenen vielfältig mit Naturheilkunde und Homöopathie auseinandersetzen und uns daran teilhaben lassen. Unsere Kunden handeln achtsam, beschäftigen sich mit dem Thema und nehmen ihre Gesundheit in die eigene Hand.«

 »Hebammen sind tolle Multiplikatorinnen für uns«

Neben den Kunden steht Pflüger auch mit der Gruppe der Verordner und Empfehler in einer stetigen und lebendigen Diskussion. »In einem normalen Jahr bieten wir 400 Fachveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Apotheken an«, weiß Kipp zu berichten. »Apotheker empfehlen gern Homöopathie, weil sie damit sehr gute Erfahrungen machen. Die Kunden kommen wieder, weil es bei akuten und auch bei chronischen Beschwerden hilft.  Auch Hebammen sind eine wichtige Empfehler-Gruppe, die sich deutlich ausgeweitet hat: Viele Abläufe bei Schwangerschaft, Geburt und auch im Wochenbett lassen sich sanft und individuell wirkungsvoll unterstützen. So kommt die Homöopathie auch wieder in junge Familien hinein, die zuvor gar keine Berührung damit hatten und dann gilt für die Hebammen genau wie für Ärzte oder Heilpraktiker: Der Grund für eine homöopathische Empfehlung ist immer der gleiche: positive Erfahrung.«

»Es geht um den Menschen.«

 

Der große Erfolg der Homöopathie bei Schwangeren und jungen Familien wird unter anderem auch darauf zurückgeführt, dass viele Frauen gerade in dieser Lebensphase besonders sensibel sind und eine sehr individuelle Unterstützung benötigen und suchen. »Da funktioniert kein Schema F«, erklärt sie und schüttelt entschlossen den Kopf. »Individualität spielt da eine sehr große Rolle, individuelle Therapie, man muss immer den Menschen sehen. Das müssen die Patienten dann übrigens fast immer selber zahlen, darüber haben wir Marktdaten u.a. seitens der Gesetzlichen Krankenversicherung. Homöopathische Arzneimittel werden zu über 99% durch Selbstzahler finanziert und belasten das Gesundheitssystem dadurch nicht.« Nun lächelt Kipp, sie hält ein Döschen mit Schüßler-Salzen in der Hand. »100 Tabletten, 4,55 Euro.  Homöopathie ist keine teure Heilmethode, besonders weil man davon gesund bleibt. Wir brauchen mehr nachhaltiges Denken in Bezug auf unsere Gesundheit«, führt sie aus, »ganzheitlich,  interdisziplinär, integrativ. So können Homöopathie und Naturheilkunde einen großen Beitrag für eine gesündere Gesellschaft leisten.«

»Ein Arzt soll gut dafür bezahlt werden, dass sein Patient gesund bleibt.«

Es ist ziemlich überzeugend, Kipp zuzuhören, wenn sie über Gesundheit spricht. Sie scheint das zu leben, was sie sagt, oder umgekehrt, in jedem Fall strahlt sie vor Schaffenskraft und Lebensfreude: »Mein Wohlbefinden kommt aus der Erfüllung«, ist ihre glaubwürdige Schlussfolgerung. »Ich arbeite viel, das tut mir gut. Ich gehe gerne mal in den Wald oder mache etwas Sport. Wenn ich mal eine Verspannung habe, nehme ich mir ein Wärmekissen und kuriere das aus. Da wird nichts chronisch und ich muss auch nicht zum Arzt. Wenn das doch mal passiert, suche ich mir einen Arzt, der mich ganzheitlich behandelt, der meine Gesundheit im Blick hat. Der soll bitte genug Zeit dafür haben können und das soll auch honoriert werden, das versteht sich doch von selbst. Wir haben hier im Unternehmen zwei Heilpraktikerinnen. Wenn ich was hab, geh ich da hin.« Die Heilpraktikerinnen bei Pflüger, Hiltrud Brandt und Karin Hellenkemper, sind eigentlich für die medizinische Fachberatung angestellt, aber sie haben auch guten Zulauf aus der Belegschaft – und von außen, aus Rheda-Wiedenbrück und Umgebung. »Wir freuen uns, wenn unsere Angebote so gut genutzt werden«, strahlt Kipp zurecht, »Erfahrung, Vertrauen, Individualität. Darauf bauen wir.«

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.